Aktien-Analyse für Anfänger: fundamental & technisch einfach erklärt
Eine Aktie zu analysieren klingt nach Excel-Tabellen und Fachchinesisch. Muss es aber nicht. Im Kern beantwortest du nur zwei Fragen: „Ist die Aktie etwas wert?" und „Ist jetzt ein guter Zeitpunkt?". Dafür gibt es drei Werkzeuge, die wir hier in einfachen Worten durchgehen – und am Ende kombinieren, so wie es auch unser Aktienscanner automatisch tut.
1. Fundamentalanalyse: Was ist das Unternehmen wert?
Die Fundamentalanalyse schaut auf das Unternehmen selbst. Ein paar Kennzahlen reichen für den Anfang:
- Umsatz & Gewinn: Wächst das Geschäft, oder schrumpft es?
- KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis): Wie teuer ist die Aktie im Verhältnis zum Gewinn? Ein hohes KGV bedeutet hohe Erwartungen.
- Wachstum & Ausblick: Was erwartet das Unternehmen für die nächsten Quartale?
Kurz: Die Fundamentalanalyse beantwortet, ob eine Aktie kaufenswert ist – aber nicht unbedingt wann.
2. Technische Analyse: Was macht der Kurs?
Die technische Analyse liest den Chart – also das tatsächliche Verhalten des Marktes. Drei Dinge genügen zum Start:
- Trend: Steigt, fällt oder läuft die Aktie seitwärts? „The trend is your friend."
- Unterstützung & Widerstand: Preiszonen, an denen der Kurs in der Vergangenheit gedreht hat.
- Chartmuster: wiederkehrende Formationen wie Doppeltop, Kopf-Schulter oder Keile – mehr dazu in Chartmuster einfach erklärt.
Die technische Analyse beantwortet also vor allem das Wann.
3. Sentiment: Wie ist die Stimmung?
Der dritte Blickwinkel ist die Stimmung aus Nachrichten und Analysten-Meinungen. Positive Schlagzeilen und Hochstufungen stützen den Kurs, eine Häufung negativer News erhöht das Risiko. Wie du Ratings richtig liest, steht in Was bedeuten Analysten-Ratings?.
So kombinierst du die drei
Die eigentliche Kunst ist nicht ein einzelnes Werkzeug, sondern das Zusammenspiel. Ein überzeugendes Bild entsteht, wenn alle drei in dieselbe Richtung zeigen:
- Fundamental: solides, wachsendes Unternehmen zu fairer Bewertung.
- Technisch: Aktie im Aufwärtstrend, gerade an einer Unterstützung.
- Sentiment: positive News, Analysten-Konsens „Kaufen".
Widersprechen sich die drei, ist Abwarten oft die klügste Entscheidung.
Typische Anfängerfehler
- Nur auf einen Indikator schauen – Einzelsignale täuschen häufig.
- Nur der Meinung folgen – ohne eigenen Blick auf Chart und Zahlen.
- Kein Risiko-Plan – ohne Positionsgröße und Stop-Loss wird aus Analyse Glücksspiel.
Wichtig: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung. Aktienanlagen sind mit Verlustrisiko verbunden. Entscheidungen triffst allein du.
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