Insider-Radar

Wenn ein Vorstand eigene Aktien kauft, weiß er oft mehr als der Markt – aber längst nicht immer. Wir haben 301.904 solcher Käufe aus zehn Jahren nachgerechnet und zeigen die, bei denen es sich statistisch gelohnt hat. Mit allem, was dagegen spricht. Dazu alle Meldungen aus SEC und BaFin und die Aktiengeschäfte des US-Kongresses.

Woher die Daten kommen: US-Insider aus Formular 4 der Börsenaufsicht SEC, meldepflichtig binnen zwei Werktagen. Deutsche Insider aus der Datenbank der BaFin nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung, meldepflichtig binnen drei Werktagen. Politiker aus den Meldungen nach dem STOCK Act, dort gilt eine Frist von 45 Tagen, deshalb steht bei jedem Trade auch das Meldedatum. Bei den Politikern sind nur Betragsspannen vorgeschrieben, keine genauen Summen.
Was zählt: Käufe am Markt sind aussagekräftig, weil Insider dafür eigenes Geld einsetzen. Verkäufe sagen wenig, oft geht es um Steuern oder Streuung. Optionsausübungen, Zuteilungen und Schenkungen sind hier ausgeblendet. Keine Anlageberatung.